Keine Last mit Ballaststoffen - wie Sie Ihre Verdauung in Schwung bringen

10.01.2019 17:43

Keine Last mit Ballaststoffen -
Bringen Sie Ihre Verdauung in Schwung !

Ballaststoffe sind die Bestanteile an Pflanzenteilen die unser Körper im Dünndarm nicht verdauen kann und somit im Dickdarm landen. 30 g Ballaststoffe sollten wir täglich zu uns nehmen .

Man unterscheidet zwischen löslichen und unlöslichen Ballaststoffen.

Lösliche Ballaststoffe,

befinden sich in Gemüse und Früchten. Aber auch in Lein- oder Flohsamen Die Darmbakterien lieben lösliche Ballaststoffe. Sie brauchen sie als Nahrung und fördern damit eine gesunde Darmflora. Lösliche Ballaststoffe sorgen für eine Vermehrung der guten Darmbakterien und zu einer Minimierung der schlechten Darmbakterien. Nützliche Darmbakterien stärken unser Immunsystem. 80% unseres Immunsystems befindet sich schließlich im Darm.

Unlösliche Ballaststoffe,

findet man in Getreide uns Hülsenfrüchten. Sie allerdings werden nicht von den Bakterien gebraucht. Sie sind quasi die Fitmacher und der Aufräumdienst des Dickdarms. Um unlösliche Ballaststoffe zu verarbeiten, muss der Darm ordentlich arbeiten, damit die unverdaulichen Pflanzenfasern transportiert werden.

Eigenschaften:

  • Ballaststoffe sorgen schon beim Kauen für eine gute Nährstoffverwertung, da sie länger gekaut werden
  • Ballaststoffe sättigen gut
  • Ballaststoffe regeln den Blutzuckerspiegel indem sie eine zu schnelle Aufnahme von Zucker ins Blut hemmen
  • Ballaststoffe hemmen die Aufnahme von zu viel Fett aus der Nahrung, so dass es nicht im Fettgewebe eingelagert wird
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel liefern weniger Kalorien als ballaststoffarme Lebensmittel
  • Ballaststoffe können toxische Stoffe binden und sorgen für deren Ausscheidung
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel liefern weniger Kalorien als ballaststoffarme Lebensmittel

Beispiele:

  • 100g Mehrkornbrot haben 7,5g Ballaststoffe bei 218 kcal
  • 100g Croissant enthalten nur 2,1g Ballaststoffe bei 514 kcal

Ballaststoffe,

in unseren Lebensmitteln können sich positiv auf einige Erkrankungen auswirken. Dazu gehören Magen-Darm-Erkrankungen wie, chronische Verdauungsstörungen. Verstopfung, Durchfall oder Hämorrhoiden. Sie können aber auch positiv auf unser Herzkreislauf-System (Bluthochdruck, koronare Herzkrankheiten) wirken und senken vermutlich das Risiko an Diabetes mellitus Typ 2 oder Darmkrebs zu erkranken.

Auch bei Ballaststoffen gilt, Vielfallt zahlt sich aus. Daher ist es wichtig eine gute Mischung aus vielen unterschiedlichen, löslichen und unlöslichen Ballaststoffen zu finden. Aber zu einseitig und zu viel kann schaden. Deshalb wird vermutet, dass zuviel rohe Vollkornprodukte zu Verstopfungen oder gar zu Schäden in der Darmschleimhaut führen können.

Aber Vorsicht. Vollkornprodukte sind gesund! Sie enthalten viele wertvolle Mineralstoffe und Vitamine! Sie sind ein wichtiger Bestandteil in unserm Speiseplan. Wir sollten also nicht darauf verzichten. Eine gute Ergänzung, sind Keimlinge aus Getreide. Sie sind verträglicher. Sie können sehr gut zum Backen Kochen oder Braten verwendet werden.

Wichtig für eine gute Verdauung ist, immer viel zu trinken. Dazu empfiehlt sich kohlensäurearmes Wasser, oder Kräutertees. 2,5 Liter täglich sollten es sein. Leinsamen z. B. braucht zur Schleimbildung und damit zu einer guten Versorgung der Darmbakterien sehr viel Flüssigkeit. Bei 1 EL Leinsamen sollten es 400 ml Flüssigkeit sein. Am besten ist es die Leinsamen vor dem Verzehr einzuweichen. Nur dann machen die Ballaststoffe ihre Arbeit gut und es kommt nicht zu Verstopfungen.

Lebensmittel mit vielen guten Ballaststoffen:

  • Früchte: Äpfel, Beeren, Datteln, Trockenfrüchte
  • Gemüse: Rosenkohl, Knollensellerie, Schwarzwurzel, Artischocke u.v.m.
  • Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Sojabohnen, Kichererbsen u.v.m.
  • Getreide: in Maßen, besser gekeimt, viele Kräuter, Nüsse, Samen und Sprossen

Rezept für ein gesundes Müsli:

  • 1TL Leinsamen (möglichst geschrotet)
  • 1EL Haferflocken
  • 120-150mg Naturjoghurt
  • 1EL Haferflocken
  • Früchte nach Wahl z.B.: 1 Apfel, Banen oder Beerenfrüchte
Joghurt, Haferflocken und Leinsamen in einem verschließbaren Einmachglas mischen. Vielleicht ein paar Nüsse oder Mandeln dazu geben. Wem es nicht süß genug ist kann auch ein oder zwei getrocknete Feigen oder Datteln mit ins Müsli geben. Das Müsli über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Morgens einfach die Früchte deiner Wahl dazu geben und fertig ist ein super leckeres, ballaststoffreiches Frühstück.
Autor: Kirsten Dittmar

Bildquellen:  Onaviva

Moringa Oleifera.

Moringa - Das Nährstoffwunder.


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